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Was passiert mit meinen Münzen nach der Euroeinführung ?
Bereits die alten Römer sammelten Münzen. Damals rechnete man in Sesterzen und Denaren, mittlerweile haben die Nachkommen auch umgestellt, trotzdem sind die Numismaten nicht ausgestorben und frönen sich ihrem wunderschönen Hobby. So sammelt man auch heute noch (auch römische Münzen !).
Die Kursmünzensammler beschäftigen sich nun mit einer Flut von unterschiedlichen Euromünzen. Neben der einheitlichen Vorderseite darf jedes Land die Rückseiten der Münzen in Eigenregie gestalten. Dabei haben sich z.B. die Niederlande für 1 Rückseite für alle 8 Münzen entschieden, Deutschland für 3 verschiedene Rückseiten und Italien hat sich sogar für alle 8 Rückseiten verschiedene Motive ausgedacht. Auch Kleinstaaten wie z.B. Monaco, Vatikan und San Marino dürfen eigene Euros prägen! Desweiteren sind die 2 Euro Gedenkmünzen sehr begehrt, hier darf jedes Jahr, jedes Land eine Münze mit einem Motiv von internationaler Interesse prägen.
In Deutschland gibt es weiterhin Münzen aus den 5 Prägeanstalten Berlin (A), Hamburg (J), Karlsruhe (G), München (D) und Stuttgart (F).
So wurden für das Startjahr des Euros 112 unterschiedliche Kursmünzen geprägt! Eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe für Sammler.
Noch Interessanter sind die Jahre 2003, 2004 und 2005 ! Für die Währungsumstellung wurden riesige Stückzahlen geprägt, für die Nachfolgejahre sind nur kleine Mengen vorgesehen. Manche Kleinnominalen werden überhaupt nicht mehr geprägt. So sind Preissteigerungen für diese Jahre absolut vorhersagbar. Nachdem in 2007 weiter Länder der Währungsunion beitreten, wird man auch die momentane Rückseite mit dem Bild der Teilnehmerstaaten ändern müssen. Man darf gespannt sein, welcher Staat vergißt dan die Karte der Teilnehmerstaaten zu ändern ? Einer der Kleinstaaten ?, oder wohl doch eher einer der Großen wie Italien (1000 Lire 1997) oder Deutschland (50 Pfennig 1950) ?
Info der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank (ISBN 92-9181-202-1) Pressemitteilung des Bundesministerium der Finanzen vom 11.08.1999 : Alle Landeszentralbanken tauschen die D-Mark zeitlich unbefristet, betraglich unbegrenzt und kostenfrei in Euro um. Persönliche Bemerkung: Da jedoch der Umtausch ein “lukratives Geschäft” werden kann, ist sicherlich Fraglich wie lange man sich daran halten wird ;-)
Nicht richtig ist der “Werbespott” im Fernsehen, in dem darauf hingewiesen wird, dass die DM bei der Euroumstellung nichts mehr wert ist und Sie diese am besten spenden ! (Betrug ? ? ?, zumindest Irreführung der Bevölkerung ! ! !)
Einkaufen und mit DM bezahlen ! Gern können Sie auch bei uns Ihre Rechnung auch mit unsere alte Währung, also mit DM-Münzen und Scheinen bezahlen. Wir bringen diese für Sie zur Landeszentralbank. Zur einfachen Umrechnung verrechnen wir Ihnen 1 DM = 40 Cent.
Zeitplan für das Bargeld
Es gab zwar den Euro schon seit dem 1. Januar 1999, aber lediglich als sogenanntes Buchgeld, dass heißt: Schecks, Überweisungen und Lastschriften konnten in Euro abgewickelt werden. In den Brieftaschen und Portemonnaies jedoch gab es die neue Einheitswährung erst ab Januar 2002. Das alte Geld - also die D-Mark - gab es eine Zeitlang noch parallel.
1. September: Banken und Handel wurden mit Banknoten und Münzen im Voraus versorgt - diese durften allerdings noch nicht in Umlauf gebracht werden.
17. Dezember: Starter Kits
Das erste Bargeld wurde ausgegeben. Die Deutschen Banken verkauften insgesamt 53,5 Millionen sogenannte Erstausstattungen. Das heißt: für 20 D-Mark erhielten die Kunden in einer transparenten Tüte eine Münzmischung im Gegenwert von 10,23 Euro.
1. Januar 2002: Doppelbargeldphase
Der Euro wurde alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel, allerdings galten nach wie vor die Deutschen Pfennige und die Deutsche Mark parallel zum Euro.
1. März 2002: Ende der Doppelbargeldphase
An diesem Tag endete die "Doppelbargeldphase". Jetzt galt nur noch der Euro als gesetzliches Zahlungsmittel. Noch vorhandene deutsche Münzen und Scheine können jedoch nach wie vor bei den Landeszentralbanken umgetauscht werden, unbegrenzt und (bisher jedenfalls) ohne Gebühr.
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